Podcastfolge #77 Ab in die Selbstständigkeit als Yogalehrerin

Ab in die Selbstständigkeit als Yogalehrer:in - was du bei deinem Yoga Business Aufbau beachten musst und meine besten Tipps für deine Selbststänigkeit.

Start in die Selbstständigkeit als Yogalehrer:in – Yoga als Beruf

Mein eigener Weg in die Selbstständigkeit als Yoga Mentorin und Yogalehrerin

Meine Faszination für Yoga begann schon im Alter von 16 Jahren, als ich begann selbst Yoga zu praktizieren.

Im Laufe der nächsten Jahre wurde ich oft gefragt, ob ich auch unterrichten würde und so beschloss ich mich zur Yogalehrerin ausbilden zu lassen (Anusara Yoga, Yin Yoga und traumasensibles Yoga).

Im Masterstudium schrieb ich dann meine Abschlussarbeit zu dem Thema “Yoga als Beruf – zur Professionalisierung einer alten Tradition”. In dieser Arbeit befasste ich mich ausführlicher mit dem Beruf Yogalehrer:in und was diesen eigentlich ausmacht.

Nach einem ganzen Jahr Forschung und vielen Interviews mit Yogalehrer:innen, Stakeholdern, Yogastudios etc. beschloss ich das gesammelte Wissen auf Instagram zu teilen und gründete meinen Instagram Account “Yoga als Beruf”. 

‍Ich bekam schnell Anfragen, ob ich auch 1:1 Coachings gäbe und Yogalehrer:innen in die Selbstständigkeit begleiten würde.

Daraus entwickelte sich mein Interesse für die Arbeit als Yoga Mentorin und ich beschloss mich mit dieser Nische selbstständig zu machen.

Warum braucht man als Yogalehrer:in denn überhaupt eine Nische?

‍Als Yogalehrer:in geht man auf dem Yogamarkt schnell unter, da es bereits so unglaublich viele Yoga Angebote gibt.

Mit einer guten Yoga Nische kannst du genau die Leute ansprechen, die zu dir und deinem Angebot passen. Es wird dir also leichter fallen, deine Zielgruppe zu definieren.

Lohnt es sich dann überhaupt noch Yogalehrer:in zu werden?

Ja, aus meiner Erfahrung auf jeden Fall, da es so viele Menschen gibt, die von einer guten Yoga Praxis profitieren können.

Mit deinem Yoga Angebot, deiner Lebenserfahrung und deiner Persönlichkeit kannst du eine einzigartige Nische erstellen.

Was sind häufige Anfänger:innen Fehler beim Yoga Business Aufbau?

Viele Yogalehrer:innen sind nach der Ausbildung etwas vor den Kopf gestoßen, da sie in der Yoga Ausbildung nicht gelernt haben, wie man sich mit den Modalitäten als Selbstständige:r auseinandersetzt.  

Dazu kommt, dass viele auch einfach keine Lust haben, sich mit den Themen “Finanzen, Buchhaltung, Selbstständigkeit” wirklich zu befassen.

Aber: Klarheit gibt Sicherheit. Wenn man Ordnung in die Dinge bringt, schafft das Energie und Lust dem eigentlichen Beruf nachzugehen.

Finanzen und Papierkram sind leider ein Teil des Yoga Berufs. All das ist nicht kompliziert, aber man muss sich strukturiert damit auseinandersetzen.

Ein weiterer Fehler ist der Irrglaube, gut sein zu müssen, in dem was man macht.

Egal wie erfahren/unerfahren du bist, dein Yoga Unterricht hat immer einen Wert. Wir dürfen den Perfektionismus hinter uns lassen und das unterrichten/zeigen, was wir jetzt gerade können und was uns an diesem Punkt möglich ist.

Was für Grundlagen braucht man als Yogalehrer:in? 

‍Das einzige, was du brauchst, wenn du Yogalehrer:in sein möchtest, ist die intrinsische Motivation zu unterrichten. Aber sonstige Grundvoraussetzungen gibt es nicht.

Keine mentalen, strategischen oder körperlichen Voraussetzungen.

Du setzt dich nach der Yoga Ausbildung mit den Yoga Modalitäten auseinander und dann geht es auch direkt schon los.

5 Tipps für den Start in deine Selbstständigkeit als Yogalehrer:in 

  1. Achtsam mit dir selbst sein und lieb zu dir sein, vor allem wenn du am Anfang viele Anfragen bekommst. Brenne dich nicht aus. Du musst auch nicht alles annehmen, was an Anfragen reinkommt. Du darfst selbst Yoga leben, du darfst Stunden absagen, krank sein, authentisch sein.

  1. Klarheit in deine Finanzen bekommen. Das bringt dir innere Ruhe und Gelassenheit zu wissen, dass du dir in diesem Bereich keine Sorgen machen musst

  1. Ein gutes Yoga Angebot überlegen: “Yoga für alle” – funktioniert leider nicht.

  1. Viel üben – mit Freund:innen / Kolleg:innen. Auch akribisch den Unterricht planen ist erlaubt, ebenso wie Notizzettel mit in den Unterricht zu nehmen.

  1. Achte auf dein Marketing: Was funktioniert für dich? Ist es z.B. E-Mail Marketing, Flyer drucken, Facebook, Instagram, Social Media etc. Was funktioniert für die Zielgruppe? Was funktioniert für dich?

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