Podcastfolge #49: Über eine effektive Yogaklassenplanung

Wie plane ich eine Yogaklasse? Wie bleibe ich beim Sequencing im Flow? Lea Udry ist Yogamentorin und Yogalehrerin und hat die besten Tipps für eine effektive Yogaklassenplanung als selbstständige Yogalehrerin. Hier gehts zum Interview mit Lea.

Über eine effektive Yogaklassenplanung und Anusara Yoga mit Lea Udry

Lea Udry ist Anusara Yogalehrerin und Yoga Mentorin und hilft anderen Yogalehrer:innen auf dem Weg in die Selbstständigkeit und beim Planen der Yogaklassen und Sequencing.

Anusara Yoga wird oft übersetzt mit “im Fluss sein” oder “mit Anmut fließen”. Diese Art von Yoga wurde erst 1997 gegründet und ist eine relativ neue, moderne Form des Hatha Yogas.

Beim Anusara Yoga stehen besonders die mittlerweile bekannten Ausrichtungsprinzipien im Mittelpunkt, die auf biomechanischen Erkenntnissen, Anatomie, Prävention von Verletzungen und Gewohnheiten des Menschen basieren.

Dazu wird dann oft ein Thema mit in die Praxis gebracht, welches den Fokus der Yogaklasse darstellt.

Wie starte ich als Yogalehrerin nach einer 200h Ausbildung, wenn man sich noch nicht so richtig traut, das Gelernte anzuwenden und zu unterrichten?

In ihrer eigenen 200h Ausbildung hat Lea ganz viel über sich selbst gelernt und ist sich selbst begegnet, auf einer sehr tiefen Ebene. Aber danach hat sie sich alles andere als bereit gefühlt schon selbst zu unterrichten.

Dennoch war sie mutig genug, trotzdem anzufangen. Für sie war es Segen und Fluch zugleich, wenn Leute zu ihren Yogaklassen kamen: Aufgrund ihrer Nervosität ein Fluch und dennoch eine Bestätigung, der Segen, dass sie ihr Wissen an Menschen weitergeben kann.

Leider wird einem in der 200h Ausbildung oft nicht beigebracht, wie man unterrichtet und Yogaklassen plant. Da hilft es immer Fort-und Weiterbildungen zu machen, schließlich lernt man nie aus und kann sich immer neues Wissen aneignen.

Was sind Grundlagen im Sequencing? Gibt es einen roten Faden in der Yogaklassenplanung?

Wichtig ist es, sich als Erstes Gedanken zur Zielgruppe zu machen und diese so gut es geht einzuschränken. Wen hat man vor sich? Leider weiß man es nicht immer so ganz genau, aber man kann versuchen es so gut es geht einzugrenzen.

Im zweiten Schritt kann man immer noch ein Thema wählen, welches den Fokus der Klasse bildet.  Zum Beispiel kann man diese nach

  • Jahreszeiten ausrichten
  • Nach einem Zitat
  • Nach dem Alltag, oder einer Geschichte
  • Man kann auch die Sequenz anhand einer Schlüsselstellung, die besser vorbereitet sein möchte, festlegen.
  • Und dann gibt es auch noch die ganze Yoga Philosophie – da findet man eigentlich immer etwas, zum Beispiel zu den Chakren.

Der dritte Schritt wäre zu schauen, was man selbst für ein Typ oder Lehrer:in ist.

Ist man mehr faktenorientiert? Liegt einem das anatomisches Thema sehr am Herzen? Ist man eher ein herzorientierter Mensch, also z.B. philosophisch angelegt.

Die Möglichkeiten sind wirklich endlos.

Was passiert, wenn man aus dem Flow rausgerissen wird? Was kann man tun, um im Flow zu bleiben oder wieder reinzukommen?

Man kann die Klassen aufteilen, das heißt Sequenzen aufschreiben, Notizen machen und sich so einen roten Faden beibehalten.

Die Notizen können neben der Matte aufbewahrt werden und wenn die Klasse z.B. im herabschauenden Hund ist, darf man sich gerne neu zentrieren, kurz auf den Zettel schauen, die Energie spüren und einfach mal schauen, was gerade im Raum passiert.

So kann man sich als Lehrer:in neu sammeln.

Man kann sich auch z.B. Asana für Asana entlanghangeln oder darauf fokussieren, wann die nächste Atemübung kommt, die Mediation usw.

Oft spielt auch die Zeit eine große Rolle. Dass man z.B. weiß, dass man bis Minute 40 die Peak Pose erreicht haben muss, wenn man seine Klasse pünktlich beenden möchte.

Was ist das Besondere an den Ausrichtungsprinzipien beim Anusara Yoga?

Im Idealfall praktizieren wir Yoga mit Intention/Absicht – das heißt, man geht bewusst und achtsam in die Stellungen rein, ist sich der Bewegungen und des Atmens bewusst. Das unterscheidet Anusara schon einmal von anderen Sportarten.

Und dann geht es bei Anusara darum, dass jeder Körper nach einem subtilen energetischen Plan angelegt ist, und quasi ein ätherisches Doppel für den physischen Körper besitzt. Dein physischer Körper entwickelt sich nach dieser subtilen Form,der Maßeentwurf für das Potentials deines Körpers. Den gilt es wiederzufinden.

Jeder Körper ist anders: Alle sind einzigartig. So sieht es auch in unserem Körper aus.

Die Ausrichtungen im Anusara werden nach an die eigenen individuellen Körper angepasst. Es ist eine Art Fine-Tuning. Nichts wird aufgedrängt. Wie wenn man bei der Einstellung eines Radios nach dem richtigen Sender sucht, der frei von Tonstörungen ist und genau die richtige Sequenz hat.

Asana kann dann entfaltet werden, wenn der Körper in harmonischer Balance ist. Das ermöglicht dann einen bewussten Zustand zum eigenen Körper.

Die Haltungen haben Einfluss auf

  • die seelische Verfassung
  • die Lebensenergie
  • alle Flüssigkeiten (Blut, Gewebe Flüssigkeiten usw) können frei fließen
  • die Wirbelsäule wird entlastet
  • die Bewegungsqualität verändert sich usw.

Wie kann man als YogalehrerIn die richtigen Haltungen finden? 

Da spielt Selbsterfahrung eine große Rolle und man muss einfach ganz viel ausprobieren, sich weiterbilden und am besten Experten suchen in dem Gebiet.

Vor allem die eigene Praxis spielt aber eine große Rolle.

Was sind Leas Tipps für Yogalehrer:innen, die neu starten?

Man muss sich klar sein, was der Berufsstatus sein soll.

Möchte man in einem Yogastudio arbeiten? Einen richtigen Businessplan erstellen oder nur 1-2 Klassen pro Woche anbieten. Das sollte man wissen.

Und dann am besten eine Nische und eine Zielgruppe definieren. 

Wer es sich leisten kann, soll sich einen Mentor:in suchen, der den Weg bereits gegangen ist. Und natürlich die sozialen Medien nutzen, eine Webseite und eine Email Liste erstellen und alles nutzen, was eben zum Marketing dazugehört.

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