Podcastfolge #48: Mindful Rebellion und Achtsamkeit im Yogabusiness

Luisa Elsig hat Friedens-und Konfliktforschung studiert und ist bekannt für ihren Podcast “Mindful Rebellion”, der sich mit Themen wie Achtsamkeit und Bewusstsein in Verbindung mit gesellschaftspolitischen Herausforderungen, struktureller Ungleichheit und freier Kommunikation beschäftigt. Hier erfährst du, wie du im achtsamer mit anderen Menschen umgehen kannst.

Über Diversity Management und Achtsamkeit mit Luisa Elsig

Luisa Elsig hat Friedens-und Konfliktforschung studiert und ist bekannt für ihren Podcast “Mindful Rebellion”, der sich mit Themen wie Achtsamkeit und Bewusstsein in Verbindung mit gesellschaftspolitischen Herausforderungen, struktureller Ungleichheit und freier Kommunikation beschäftigt.

Ihr Studium, sowie ihre persönliches Interesse an gesellschaftlichen Zusammenhängen und Themen wie Achtsamkeit und Meditation führten dazu, diesen Podcast zu gründen.

Luisa arbeitet im Diversity Management an einer Universität und bietet Frauen of Colour, schwarzen Frauen und Frauen mit Zuwanderungsgeschichten Workshops zum Thema Achtsamkeit an. 

Mindful Rebellion: Was bedeutet das?

Zunächst wirkt “Mindful Rebellion” wie ein Widerspruch. Für Luisa hingegen bedeutet es, eine innere politische und aktivistische Haltung einzunehmen, der man sich selbst bewusst ist und “sich als Intention setzt, bewusst und ganzheitlich mit den Problemen umzugehen”.

Was genau ist Diversity Management?

Alle Menschen sind unterschiedlich und haben individuelle Prägungen. Das ist erstmal nichts schlechtes, doch es gibt leider gesellschaftliche Dynamiken, die dafür sorgen, dass wir nicht gleich in die Welt geboren werden.

Das kann oft ein Bildungshintergrund sein, die Hautfarbe, das Geschlecht, die sexuelle Orientierung usw. – Es ist einfach ein Fakt, dass manche Menschen es schwerer haben, als andere. Das liegt auch zum Teil an einem größeren gesellschaftlichen System.

An ihrer Uni, in einer akademischen Umgebung, spielt Leistung eine große Rolle und Luisa möchte dafür sorgen, dass ein Raum geschaffen wird, in dem möglichst allen die gleiche Chance gegeben wird.

Durch besondere Programme, die die Uni ins Leben ruft, sollen “Ungleichheiten ausgeglichen werden”. 

Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass diese Ungleichheit nicht bedeutet, dass keine Fähigkeiten oder besondere Eigenschaften vorhanden sind.

Es ist oft einfach, Menschen als “Opfer” zu sehen, obwohl diese durch diese Ungleichheiten oft auch andere Fähigkeiten erlernt haben und diese auch mitbringen.

Es gibt zum Beispiel viele Studierende ohne Hochschulerfahrung, die dann in einen Austausch mit anderen Studenten gebracht werden. So lernen diese gegenseitig voneinander und können sich auch durch respektvolle Kommunikation kennenlernen.

Diskriminierung ist leider auch im akademisches Umfeld nicht ausgenommen. Aufklärung hat damit oft nichts zutun. Luisas Aufgabe ist es, Menschen, die von diesen Situationen betroffen sind, zu unterstützen und auch vorbeugende Arbeit zu leisten.

Dabei spielt Sensibilisierungstraining eine große Rolle, wo unbewusste Vorteile bewusst gemacht, kommuniziert und aufgeklärt werden.

Sind solche Ungleichheiten auch eine Frage des Mindsets? 

In ihrer Coaching Ausbildung werden solche Themen oft nicht mitbedacht. Das richtige “Mindset” zu haben hat natürlich für viele Menschen einen Vorteil, da es einem Möglichkeiten gibt, wie man mit Problemen umgeht.

Dennoch ist es Realität, dass Menschen z.B. rassistische Vorfälle erleben: Dann hat ein “Mindset” was damit zutun, wie man mit solchen Vorfällen umgeht und was für Auswirkungen es auf gewisse Glaubenssätze und das Selbstbewusstsein hat.

Doch manche Probleme sind zu groß und zu gesellschaftlich, da kann man mit einem guten Mindset nichts ausrichten.

Wie hängt Achtsamkeit und Diversity Management zusammen? Wie kann man dieses vereinen?

Hier geht es vor allem um respektvolle und gewaltfreie Kommunikation. Man muss mitkriegen, was in einem selbst und um einen herum vorgeht. Wenn jemand zum Beispiel was rassistisches sagt und man denjenigen darauf hinweist, wird dieser oft beleidigt und wütend reagieren, weil er sich angegriffen fühlt.

Da kommt dann was hoch, das Ego ist getriggert. Achtsamkeit bedeutet, dass man diesem Impuls zu reagieren erstmal nicht nachgeht, sondern sich bewusst macht:  Was geht da in mir vor?

Man sollte lernen, sich für Fehler zu entschuldigen und diese einzusehen.

Im Bezug auf Yoga kann man auch einmal schauen:

  • Wie geht man eigentlich mit anderen Menschen um?
  • Begegnet man sich auf Augenhöhe?

Eine innere Haltung gehört immer dazu und Achtsamkeit ist der Grundstein dafür.

Was können Yogalehrende im Yoga Business Aufbau anders machen und noch mehr hinterfragen?

Man sollte immer reflektieren, sich mal fragen, woher Yoga eigentlich kommt aber mit einem realistischen Blick und nicht auf eine romantisierende Art. Sich immer informieren, belesen und nicht unreflektiert Dinge übernehmen.

Und dann natürlich auch Räume schaffen für barrierefreies Yoga. Man kann auf Menschen zuzugehen und sich trauen, offen sein, gestehen, dass es eventuell Perspektiven gibt, in die man sich auch nach 10 Büchern nicht reinversetzen kann.

Es gibt einem nicht das Gefühl und die Perspektive der Person, die das ganze Leben so verbracht hat. Deshalb ist es wichtig, in den Austausch zu kommen.

Fragen die man sich als YogalehrerIn stellen kann:

  • Warum kommen immer dieselben Menschen zu mir?
  • Sind meine Preise und mein Image als Business überhaupt inklusiv?
  • Geht es bei mir nur um die Körperpraxis oder um eine ganzheitliche Praxis, die dabei hilft, das Leben bewusster zu gestalten?

Yoga hat viel Potential für die unterschiedlichsten Menschen und kann “spirituelle” Leeren füllen, die oft entstehen, da der Bezug zur Kirche und Spiritualität allgemein in unserer Gesellschaft verloren gegangen ist.

Deshalb sollten YogalehrerInnen den Unterricht nicht zu dogmatisch gestalten, Dinge immer hinterfragen, und einen Raum schaffen, in dem ein Diskur auch mal möglich ist.

Es gilt auch oft, unterschiedliche Menschen zusammenbringen. Welche Formate schaffen das eigentlich?

Was sind mentale und körperliche Vorteile der Meditation/Achtsamkeit, was passiert in einem wirklich?

Man gewinnt an Wahlfreiheit. Das bedeutet die Wahl zu haben, wie man auf einen Impuls reagiert. Meditation und Achtsamkeit helfen unglaublich dabei, wie man mit anderen Menschen kommuniziert. Man lernt zu überdenken, wie man Sachen, die zu einem gesagt werden, wahrnimmt. Eigentlich kann man sagen, dass man lernt das eigene Denken zu verstehen.

Und man wird sich der Stimmen im Kopf bewusst, die man dann vorurteilsfrei wahrnehmen kann. Luisa sagt, seit sie regelmäßig meditiert, ist sie wesentlich gelassener im Leben, nimmt ihre Verhaltensweisen besser wahr und erkennt Möglichkeiten, diese positiv zu ändern.

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