Podcastfolge #44 Über Pro Age Yoga

Elena Lustig ist Anusara Yogalehrerin, Ausbilderin und Autorin. Ihr Yoga Angebot "Pro Age Yoga" befasst sich mit dem Thema "Älterwerden" und empowert Frauen, sich im Leben und besonders im Alter sichtbar zu machen und gegen das patriarchalische System zu stellen.


Über Pro Age Yoga und Älter werden mit Elena Lustig 

Elena Lustig ist zertifizierte Anusara Yogalehrerin und unterrichtet nicht nur selbst Anusara, sondern bildet auch Yogalehrer:innen in diesem Bereich aus.

Auch als Autorin ist Elena bereits bekannt. Zwei Bücher hat sie bereits publiziert, das erste davon das bekannte “Yoga Chakra Buch”, welches in Kooperation mit Annette Söhnlein entstand. Das zweite Buch befasst sich mit den Themen “Pro Age und Älterwerden”, ebenso das Dritte, an welchem Elena gerade arbeitet.

Elena beschreibt ihren Werdegang als einen Weg, wo “Dinge passieren – mit Intention”. Dies sei die Fähigkeit zu erkennen, wo und wann sich Türen öffnen mit der Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten so einzusetzen, dass sie authentisch wirken und aus dem eigenen Erfahrungsschatz kommen.

So entstand zum Beispiel ihr erstes Buch in einem gemeinsamen Retreat mit Annette Söhnlein, welches sich mit den 7 Chakren befasste. Dies führte dazu, tiefer in das Thema einzusteigen und ein inhaltlich, als auch optisch verstaubtes Thema in neuer Form wieder auf den Markt zu bringen.

Wie kommt es, dass sich Annette dann in ihren anderen Büchern mit den Themen “Pro Age” befasste?

Das Thema “Älterwerden” beschäftigt Elena schon sehr lange. Nach einem sehr intensiven und irritierenden Traum über den Tod ihrer Mutter, die zu dem Zeitpunkt noch lebte, begann sich Elena mit diesem Thema auseinanderzusetzen und fand so zum Buddhismus.

Die Philosophie des Buddhismus, den Tod als etwas Integratives zu betrachten fand sie sehr berührend: Nämlich dass der Tod Teil eines Prozesses ist und nicht das Ende oder eine Katastrophe, wie wir es oft empfinden.

In unserer Gesellschaft wird das Thema Vergänglichkeit verdrängt, diese “darf nicht stattfinden”.

Je mehr man aber zu der Haltung findet, dass der Tod und Vergänglichkeit ein Prozess ist, dann begreift man das Sterben als einen Augenblick der Transformation.

Deshalb hat Elena auch das Konzept “Pro Age Yoga” entwickelt

In der heutigen Zeit sagen alle “Anti Age”: Das ist absurd, denn man kann schlecht GEGEN etwas sein, was man nicht beeinflussen kann. Die Haltung gegen etwas zu sein, was unausweichlich ist, macht es einem viel schwerer, mit der Situation umzugehen.

Deshalb war es wichtig für Elena, etwas zu entwickeln, was eine positive Haltung gegenüber des Älterwerdens hat.

Es ist okay, älter zu werden, denn wir sitzen alle im selben Boot. Das Thema ist universell.

Wir wissen alle, dass das wirklich einzig Unausweichliche in unserem Leben der Tod ist. Alles andere ist optional. Wie wir das “Optionale” gestalten, liegt an uns. Man kann sagen, man handelt und tut etwas oder eben nicht.

Und wer nichts tut, der entscheidet in dem Moment, nichts zu tun.

Deshalb muss man lernen, den Prozess anzunehmen wie er ist, denn er passiert so oder so.

Und im Alter wird auch nicht alles schlechter: Man ist weiser, hat viel Lebenserfahrung und kann diese Weisheit und Erfahrung an die Jüngeren weitergeben.

Leider leben wir heute in einer patriarchalischen Gesellschaft: Viele Frauen haben Angst, nicht gesehen zu werden, besonders im Alter. Denn im Patriarchat steht das Jung-und Schönsein der Frau im Mittelpunkt.

Deshalb ist es so wichtig, dass Frauen gegenseitig Empowerment betreiben und sich gegen dieses System wehren. Denn Frauen haben es schwer genug, dass sie nicht mehr interessant für die Öffentlichkeit sind, wenn sie älter sind.

Deshalb gibt es so viele Verjüngungsagebote, Botox Produkte, Haare werden gefärbt, Haut wird gestrafft usw.

Das kann auch jeder selbst entscheiden, ob er das machen möchte, aber man sollte sich die Frage stellen: Warum mache ich das? Was versuche ich damit zu erreichen?

Oft steht da nämlich unser System dahinter.

Und was genau ist Elenas “Pro Age Yoga” Angebot?

Das Angebot ist recht groß aufgestellt. Zum einen gibt es natürlich die Bücher zu kaufen. Dann gibt es immer Retreats oder Ausbildungen, sowie Online Kurse und Online Yogaklassen.

Die Online Kurse sind aufgezeichnet und beinhalten Meditationen und Yoga Sequenzen. Zudem gibt es Kurse mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Mit einem Start Up Unternehmen in Berlin entwickelt Elena außerdem ein Nahrungsergänzungsmittel, welches ab November erhältlich sein wird. “Imu Pro Age” soll helfen, die Dinge im Alter zu unterstützen, die positiv für das Alter sind und die Dinge verhindern, die nicht unterstützt werden sollen.

Und wie war für Elena der Buchschreibungsprozess? 

Mit Susanne Klein hat Elena eine sehr tolle Lektorin, die nach ihrem ersten Buch die Vorschläge für weitere Bücher über das Thema “Älterwerden” sofort an den Verlag weitergab und dann schnell gutes Feedback zurück bekam.

Das zweite Buch, welches eher ein Mindset Buch über “Pro Age” ist, hat sich wie von selbst geschrieben.

Das dritte Buch, an welchem sie gerade arbeitet, ist sehr viel aufwendiger. Das liegt daran, dass dieses Buch sehr praktisch veranlagt ist und viel Recherche dafür betrieben werden muss

Was sind Elenas Tipps für neue Yogalehrer:innen?

Im Yogabusiness heißt es oft, dass das eigene Ego der Entwicklung im Weg steht. Doch tatsächlich steht man sich damit selbst im Weg.

Viele Yogalehrer:innen denken, sie dürften sich selbst nicht vermarkten und sichtbar machen, da das mit dem Yoga nicht vereinbar ist. Doch wer hat etwas von dem Angebot, wenn es nicht an die Welt gebracht und sichtbar gemacht wird?

Elena sagt, dass Yogalehrer:innen sie oft als eitel darstellen, weil sie ihre Angebote sichtbar macht und mit Fingern auf sie gezeigt wird. Doch oft steckt da die eigene Unsicherheit und Zweifel der Person dahinter, denn sonst würde man das nicht tun.

Wer zweifelt, wird es schwer finden, sich und das Angebot sichtbar zu machen.

Leider spielen diese Zweifel um die Sichtbarkeit auch im Alter eine große Rolle. Wer sich im Alter nicht schön und attraktiv fühlt, der wird sich auch verstecken.

Elena erlebt zu oft, dass Frauen hämisch und abfällig über andere Frauen reden, das sind nicht nur die Männer. Es ist schwer genug, dem patriarchalen Druck entgegenzuhalten, doch wenn Frauen dann noch gegeneinander hetzen: Wie soll man sich trauen, sich sichtbar zu machen?

Deshalb ist es wichtig, dass sich Frauen gegenseitig empowern und sich mit anderen Yogalehrer:innen zusammentun, Teams bilden, verschiedene Angebote kreieren und sich nicht zu sehr als Einzelkämpferin sehen und untereinander anfangen zu konkurrieren.

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