Podcastfolge #100: Über Stimmcoaching für Yogalehrer:innen mit Andine Pfrepper

Interview mit Andine Pfrepper über Stimmcoaching für Yogalehrer:innen

Andine ist Schauspielerin, Stimm-und Präsenz-Coach und Yogalehrerin.

 

Seit unserem letzten Interview, welches du HIER findest, hat sie ihr “Magic Spell Yoga Business” weiter ausgebaut, welches sich um Sprache und Präsenz im Yogabusiness dreht.

 

Andine begleitet Yogalehrer:innen sowohl 1:1, als auch online: In ihren Masterclasses, Online – und Mini-Kursen können sich Yogalehrer:innen rund um die Themen Stimmen, Sprache und Persönlichkeit weiterentwickeln, um authentisch Yoga zu unterrichten. 

 

Ziel ist es, dass ihre Kund:innen ein Grundvertrauen in sich selbst entwickeln und ein Gefühl und eine gute Wahrnehmung für die eigene Stimme entwickeln.

 

Doch auch anderen Selbstständigen hilft Andine für eine gute Präsenz und Stimme: Ob zu Aufnahmen von Youtube Videos, Podcasts, Meditationen oder Präsentationen und Auftritten.

Woran liegt es, wenn wir eine Stimme angenehm finden?

Oft ist es Geschmackssache und Hörgewohnheit, was uns stimmig vorkommt. Wie ein:e Sprecher:in mit der Stimme umgeht, führt schnell zu Assoziationen: Eine bestimmte Sprechweis verbinden wir mit einer bestimmten Persönlichkeit.

Die Stimmlage spielt dabei eine wichtige Rolle, da man die Stimme gezielt für eine bestimmte Wirkung einsetzen kann.

Eine gute Stimmlage ist auch die Grundvoraussetzung, um mit Menschen, z.B. den Yogaschüler:innen, in Kontakt zu kommen: Diese ist nämlich authentisch.

Wie kann man die Stimme bewusst einsetzen, um z.B. Meditationen, Podcast Folgen etc. aufzunehmen?

Viele Yogalehrer:innen kommen in die Yogaklasse und nutzen für das Anleiten eine Art “Sing Sang”. Das hat oft damit zutun, dass man denkt man könne die “Heiligkeit des Yoga” so ausdrücken.

Es ist aber für authentisches Yoga unterrichten besser, diese Heiligkeit wegzunehmen und in eine Bodenständigkeit zu kommen. 

 

Oft steckt bei diesem “Sing Sang” eine Angst dahinter, sich als Yogalehrerin so zu zeigen, wie man wirklich ist. Aber diese Künstlichkeit muss nicht entstehen. 

Man sollte sich dann also bewusst machen, dass:

 

  • Hörer:innen einen nicht sehen können: Die Stimme stellt den Kontakt her
  • Die Wortwahl, der Stimmklang etc. sind das, was eine gute Aufnahme ausmacht
  • Oft besteht bei konzentriertem Sprechen die Gefahr, dass man an Lebendigkeit verliert.
  • Was ist Intention hinter der Aufnahme? Diese Intention kann man nutzen und sich vorstellen, man spricht mit einer bestimmten Person – Das Gesagte geht dann direkt ins Ohr und direkt ins Herz. 

 

 

Auch Gestik und Körperbewegungen und ein tiefer Atem unterstützen das Stimmvolumen.

Welche Übungen helfen z.B. vor einer Meditation?

Generell ist es natürlich wichtig, eine regelmäßige Praxis zu haben, um den Klang aufrechtzuerhalten. Aber man kann vor einer Aufnahme, Meditation oder Yogaklasse folgendes tun:

 

  • Den Körper durchschütteln, Tanzen, Stimme mitnehmen 
  • Mit Stimme, Atmung und Körper eine Symbiose eingehen
  • Stimme ölen: Durch Summen und Kaubewegungen, Lippen flattern mit Ton

 

Viel Ausprobieren und “passieren lassen”, um wirklich die Stimme zu erfahren. Denn oft sind Yogalehrer:innen so bedacht darauf, nichts falsch zu machen, nicht zu stören mit der Stimme. 

 

Das kann dann manchmal zu monotonen und eintönigen Yogaklassen werden. 

 

Bei sehr langen Aufnahmen hilft es auch, wenn man zwischendurch Pausen einlegt, kleine Stimmübungen macht, das Fenster öffnet und lüftet. 



Was kann man bei Erkältung und Heiserkeit tun?

  • Der Stimme Ruhe geben, wenn man sie nicht braucht
  • Räuspern abgewöhnen – lieber abhusten
  • Flüstern vermeiden – denn das  ist für die Stimme sehr anstrengend. Lieber leise und bedacht sprechen.
  • Warmes Wasser trinken – Stimme etwas befeuchten
  • Regenerative Übungen machen. 
  • Im Außen gucken: Stress/Pensum reduzieren, um sich wieder ausdrücken zu können.




Wenn du Interesse hast, mit Andine zusammen zu arbeiten, dann besuch gerne ihre Website:

 

https://magicspell-yoga.de/

Und über diesen Link kommst du direkt zum Podcast:

 

 

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