#170: Über Markengründung und Rechtsschutz – Interview mit Alett Baltzer

So schützt du deine Marke als selbstständige Yogalehrerin: Interview mit Anwältin Alett Baltzer über Markenrecht und Rechtschutz.

So schützt du deine Marke als Yogalehrer:in

Alett Baltzer ist Patentanwältin und Expertin für Rechtschutz in Bezug auf Marken & Design.  In der 170.Podcast Folge von Yoga als Beruf sprechen wir über die wichtigsten Begriffe im Markenrecht, sowie über die Vorteile einer Markenanmeldung als selbstständige Yogalehrerin oder Unternehmerin in der Wellness-Branche.

Was versteht man unter den Begriffen: Marke, Design und Patent?

Beim Patent handelt es sich prinzipiell um ein technisches Schutzrecht, also etwas, was einen technischen Effekt hat. Das wäre z.B. wenn man etwas am Auto weiterentwickelt oder eine neue Gesichtscreme/ein Haarstyling Produkt erfindet.

Marke & Design sind rechtlich unterschiedliche Sachen – bei Design geht es um die äußere Gestalt, wie z.B. einen Stuhl oder die äußere Handyform. Es ist also ein Produkt abgebildet und dieses wird dann so im Markenregister eingetragen.

Bei einer Marke handelt es sich meistens um Unternehmenskennzeichen wie der Firmenname, ein Podcast Name, ein Newsletter Name, aber auch “Bildmarken”, wie das Logo.

Was sind gute Gründe für eine Yogalehrerin, eine eigene Marke anzumelden und was würde dagegen sprechen?

Mit einer Markenanmeldung kann man sich davor schützen, dass der Markenname und das Logo kopiert und im selben Dienstbereich genutzt und weiterverwendet werden. 

Prinzipiell spricht nichts dagegen, es nicht zu machen. Was einem passieren kann, wenn man es nicht einträgt, ist, dass derjenige, der die Marke nimmt und einträgt, sie dann rechtlich besitzt.

Man kann sich schwer gegen sowas wehren, wenn man ein kleines Unternehmen ist. Für eine Eintragung sollte man aber abwägen, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist, z.B. wenn man immer größer und sichtbarer wird als das Unternehmen.

 

Was kann man sich alles eintragen lassen?

Man sollte immer Kosten/Nutzen abwägen und überlegen, was das Hauptprodukt ist.

  • Ist es das eigene Studio?
  • Ist es ein Name?
  • Ist es der eigene Nachname/Vorname, also eine Personenmarke?

 

Man kann auch einen Podcast/Newsletter Namen eintragen lassen, sowie Online Kurse oder eigenes Yoga Equipment und Sportgeräte. Insgesamt gibt es sehr viele Optionen.

Kann ich einem Studio einfach einen Namen geben? Muss man dafür eine Marke eintragen?

Egal, was du machst, am Anfang solltest du überprüfen, ob der Name im Markenregister schon eingetragen ist. Dafür kann man eine Recherche machen.

In Deutschland kann man diese beim Patent/Markenamt im Markenregister machen und herausfinden, ob der Name schon eingetragen und vergeben ist. Zumindest für dieselbe Waren- und Dienstleistung.

Diese Recherche sollte jeder machen –> selbst wenn du deinen eigenen Namen verwendest. 

Wie funktioniert die Eintragung?

Es gibt keine Verpflichtung für eine Eintragung, aber wer diese durchführt, braucht natürlich die eigene Marke, die dann in das jeweilige Waren-und Dienstleistungsverzeichnis eingetragen wird. 

Das kann man beim DPA digital machen. Die Prüfer tragen die Marke ein und im Eintragungsverfahren wird dann auch die Recherche interessant. Falls es nämlich bereits Markeninhaber gibt, melden diese sich, wenn es da identische Namen gibt. Dann gibt es eine Widerspruchsfrist. Das Widerspruchsverfahren kommt aber nicht häufig vor. 

Die Eintragung gilt für 10 Jahre, danach ist eine Verlängerung möglich. Natürlich kann man das alles auch selbst machen. Allerdings werden bei einer Selbstanmeldung oft Sachen abgelehnt, weil nicht immer alles sofort ersichtlich ist.

Deshalb habe ich einen Online Kurs erstellt, in dem man lernt, wie man die richtige Markenform und eintragbare Markenform findet und wie die Anmeldung funktioniert. Zudem lernt man, welche Pflichten man als Markeninhaber:in hat.

Logos auf Canva erstellen: Darf man sowas ebenfalls eintragen?

Es gibt bei Canva ja schon fast fertige Logos. Wenn man die nutzen möchte, muss man sich nochmal die Nutzungsbedingungen durchlesen. 

Aber Vorlagen, die man abwandelt, gelten als selbst erschaffen und dann hat man auch das Urheberrecht dafür. Diese kann man dann natürlich im Markenregister eintragen.

Was sind deine Tipps für Menschen, die kopiert werden, wie kann man sich absichern?

Ich bin jemand, der immer empfiehlt, Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden. Wenn man sieht, dass man kopiert wird, kann man diese Person z.B. erstmal nett anschreiben und dieser nicht direkt das Schlechteste unterstellen. 

Ansonsten empfehle ich wirklich allen, einmal eine Markenrecherche zu machen.

 

Hier geht´s zu Aletts Instagram Account:

www.instagram.com/pateum

 

Und über diesen Link kommst du direkt zum Podcast:

 
 

Ich wünsche dir viel Spaß beim Anhören der Folge,

Happy Yogabusiness Aufbau,

deine Antonia

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