Die Stimme im Yogaunterricht: Warum sie dein wichtigstes Werkzeug ist
Als Antonia mich in den Podcast Yoga als Beruf eingeladen hat, um über die Stimme im Yogaunterricht zu sprechen, habe ich mich riesig gefreut, denn das ist genau mein Herzensthema. Ich bin Beatrix Reiterer, gelernte Musical-Darstellerin, Yogalehrerin und Gesangslehrerin, und bei mir gehen Yoga und Gesang fast immer Hand in Hand. Über die Jahre bin ich zu dem geworden, was viele die singende Yogalehrerin nennen. In diesem Gastartikel möchte ich dir mitgeben, warum deine Stimme das wahrscheinlich am meisten unterschätzte Werkzeug in deinem Unterricht ist und wie du anfangen kannst, dich bewusst um sie zu kümmern.
Ich weiß aus vielen Gesprächen, dass fast alle Yogalehrerinnen irgendwann an einen Punkt kommen, an dem sie merken: Nach zwei Stunden hintereinander ist meine Stimme am Limit. Und trotzdem ist die Stimme selten das, in das wir zuerst investieren, weder Zeit noch Geld noch Mühe. Dabei ist sie ein Muskel wie jeder andere, und genau darum lohnt es sich, sie zu trainieren. Aber der Reihe nach, denn mein Weg dorthin war alles andere als geradlinig.
Vom Musical auf die Yogamatte
Mit neunzehn bin ich nach meinem Abitur aus Südtirol nach Hamburg gezogen, um Musical-Darstellerin zu werden. Als ich das damals erzählt habe, haben viele nur die Augenbrauen hochgezogen und gefragt, ob ich davon wirklich leben könne. Ich bin trotzdem gegangen, habe die Ausbildung gemacht, große Rollen gespielt und viele Jahre hauptberuflich auf der Bühne gestanden. Vor über zwanzig Jahren habe ich die Christine im Phantom der Oper gespielt, und im Orchester saß ein Trompeter, der nebenbei Yogalehrer war. Er hat uns angeboten, einmal pro Woche gemeinsam zu praktizieren, und genau so bin ich zum Yoga gekommen.
Ich war sofort begeistert. Ich hatte mein Leben lang gesungen und getanzt, und durch den Beruf war alles immer perfektionistischer geworden. Beim Yoga durfte ich meinen Körper zum ersten Mal benutzen, ohne dass ein Ergebnis herauskommen musste, ohne dass es toll aussehen oder mir einen Job bringen musste. Es hat mich runtergeholt und mir eine Auszeit von Druck und Stress gegeben. Mir war schnell klar, dass ich mehr Yoga machen wollte. In Köln habe ich dann viel Unterricht genommen, und der Wunsch, selbst zu unterrichten, wurde immer größer. Nur meldete sich diese Stimme im Kopf: Es gibt doch schon so viele Yogalehrerinnen, wer braucht dich noch? Interessanterweise sagte eine meiner damaligen Lehrerinnen genau das Gegenteil, nämlich dass ich unbedingt Yogalehrerin werden solle und sie sofort zu mir käme.
Der eigentliche Wendepunkt kam mit dem Umzug nach Balingen in Baden-Württemberg. Ich hatte zwei kleine Kinder, war noch einmal groß auf Tournee, und das fühlte sich einfach falsch an. Dann stand in der Zeitung eine Ausschreibung für eine Yogalehrausbildung im Nachbardorf, und das habe ich als Zeichen genommen. Parallel begann ich, an einer Tanzschule Musical zu unterrichten, woraus sich die Anfrage der Stadtmusikschule ergab, Gesangslehrerin zu werden. Als ich meine Ausbildung nach einem Jahr abgeschlossen hatte, lag schon mein erstes Angebot vor, in einem Studio zu unterrichten. Das ist inzwischen neun Jahre her.
Wie ich zur singenden Yogalehrerin wurde
Am Anfang habe ich mich gar nicht getraut, mit den Menschen zu singen. Ich erinnerte mich zu gut an mein eigenes erstes Mal im Yoga, als plötzlich alle diese fremden Worte sangen und ich, obwohl ich Sängerin war, verwirrt dasaß und dachte: Was passiert hier eigentlich? Ich dachte, das könne ich hier auf dem Dorf niemandem zumuten. Aber ohne Singen ging es für mich auf Dauer nicht. Also habe ich erst einmal nur am Ende im Shavasana für die Menschen gesungen und mich irgendwann getraut, das Singen bewusst einzubauen. Daraus ist geworden, dass bei mir heute jeder singt, der einen Workshop oder ein Retreat mit mir macht. Das Singen gehört einfach dazu.
Natürlich ist nicht jede Person begeistert. Ich hatte auch schon Probeschüler, die einfach gegangen sind, als wir zu singen anfingen, weil sie Yoga machen wollten und nicht singen. Früher hätte mich das verunsichert, heute weiß ich: Das bin ich. Und wenn es jemandem nicht passt, darf er sich gern eine andere Lehrerin suchen. Bei mir bleiben die Menschen, die genau das mögen, und das sind auch die Schülerinnen und Schüler, die ich mir wünsche. Das ist für mich einer der wichtigsten Mutmomente in der Selbstständigkeit: nicht ständig zu überlegen, wie es allen passen könnte, sondern mutig zu fragen, was ich eigentlich in die Welt tragen möchte.
Warum die Stimme im Yogaunterricht so wichtig ist
Wenn ich heute darüber nachdenke, ist mir klarer denn je, dass die Stimme das Wichtigste im Yogaunterricht ist. Überleg einmal, was deine Schülerinnen und Schüler tatsächlich von dir mitbekommen. In einem wirklich guten Unterricht schaut niemand nach vorne auf deine Matte, um zu sehen, was du machst. Du läufst durch den Raum, und das Einzige, was sie zu vielleicht achtzig Prozent wahrnehmen, ist deine Stimme und die Ansagen, die du gibst. Genau deshalb ist es so schade, wie sehr die Stimme unterschätzt wird.
Vielleicht hast du selbst schon erlebt, dass eine Lehrerin tolle Flows aufbaut, es aber kaum auszuhalten ist, wie sie spricht. Es gibt diese künstliche Yogastimme, bei der sich jemand zuerst ganz normal vorstellt und dann in ein gehauchtes Säuseln verfällt, damit alle entspannen. Der Mensch dahinter verschwindet dabei völlig. Genauso hinderlich ist es, zu leise oder zu schnell zu sprechen. Deine Stimme muss sich außerdem auf den Raum einstellen, denn draußen zu unterrichten ist etwas anderes als in einem kleinen oder großen Raum drinnen. Und auch die Präzision der Ansagen zählt: Ob du den Arm von vorne, von hinten oder von der Seite hebst, macht für deine Schülerinnen einen großen Unterschied.
Je mehr ich mich mit meiner Stimme beschäftige, desto authentischer werde ich. Über die Stimme kann ich wirklich ich selbst sein und vermitteln, wer ich bin und wofür ich stehe. In einem anstrengenden Flow kann ich nicht dahinsäuseln, da braucht es Power, damit sich die Menschen unterstützt fühlen. Vor dem Shavasana darf ich dann leiser und weicher werden. Wir trainieren als Yogalehrerinnen so viel, wir nehmen selbst Unterricht und machen Fortbildungen, aber die wenigsten kümmern sich um die Stimme. Dabei ist sie ein Muskel und hat Faszien, und all das, was wir über den Körper ohnehin wissen, dürften wir eigentlich auch auf unsere Stimme anwenden, damit wir nicht heiser werden, laut genug sprechen können und als angenehm empfunden werden.
Business zwischen Bühne, Matte und Buchhaltung
Weil Yoga als Beruf ein Business-Podcast ist, hat Antonia mich auch nach meinem Weg in die Selbstständigkeit gefragt. Ehrlich gesagt war dieser Sprung für mich gar nicht so dramatisch, weil ich als Musical-Darstellerin früh gelernt habe, dass es keine Sicherheit gibt. Wir unterschreiben immer nur kurze Verträge und müssen schauen, was danach kommt. Die eigentliche Herausforderung liegt für mich woanders: Wir müssen nicht nur unseren Beruf beherrschen, sondern am besten gleichzeitig Buchhalterin und Steuerexpertin sein, uns mit Canva auskennen und auf Instagram präsent sein. Man möchte eigentlich nur das weitergeben, was man liebt, und plötzlich muss man alles machen. Das überfordert mich manchmal bis heute.
Was mir dabei am meisten geholfen hat, war, mir Struktur und Klarheit von außen zu holen. Ich habe im vergangenen Jahr eins zu eins mit Antonia gearbeitet und war Teil ihrer Mastermind, und das war so intensiv wie eine eigene Ausbildung. Ich hatte damals viel gleichzeitig am Laufen, stand noch auf der Bühne, gab Gesangsunterricht, unterrichtete Yoga, hielt Workshops und Retreats. Als ich meinen Stundenplan aufgeschrieben habe, war selbst Antonia sprachlos. Ich habe dabei gemerkt, dass ich mich mit dieser fehlenden Klarheit selbst gestresst habe und dass ich Angst hatte, Teilbereiche loszulassen, auch aus finanzieller Unsicherheit. Ich brauchte jemanden, der mich ein Stück weit zu Entscheidungen bringt, die ich allein nicht getroffen hätte. Eine der wichtigsten Erkenntnisse war, dass ich keine eigene Studioadresse brauche, um eine echte Unternehmerin und Leaderin zu sein. Diese innere Erlaubnis hat viel verändert.
Vom Lernen zum Lehren: meine Yogalehrausbildung
Bei mir hat sich fast ein Kreislauf ergeben. Ich war erst selbst Schülerin, dann bin ich in die Ausbildung gegangen, habe unterrichtet, mich weitergebildet und bilde heute selbst aus. Dieser Prozess passiert vor allem durchs Tun und durch den Mut, einfach anzufangen. Denn mit einer zweihundertstündigen Ausbildung bist du längst nicht fertig, du entwickelst dich durch alles weiter, was danach kommt und durch jede Schülerin, die dir eine neue Frage stellt.
Nach acht Jahren Unterrichten habe ich gemerkt, dass mir das normale Unterrichten weiterhin Freude macht, dass mir aber gerade in Retreats und tiefer gehenden Wochenenden die Tiefe begegnet, die ich am liebsten weitergeben möchte. Genau deshalb biete ich heute eine eigene 200-Stunden-Yogalehrausbildung an, in der mir ein paar Dinge besonders wichtig sind. Die Stimme bekommt bei mir nicht nur ein einzelnes Wochenende, sondern zieht sich als roter Faden vom ersten bis zum letzten Tag durch, weil Anleiten und Didaktik durchgehend begleitet werden müssen. Yin Yoga hat einen festen Platz, weil es für mich selbst einmal ein Rettungsanker war und ich beide Pole, das Kräftige und das Ruhige, weitergeben möchte. Und die Anatomie unterrichtet meine Osteopathin, die selbst Yogalehrerin ist, immer sofort in der praktischen Umsetzung, weil ich mich in meiner ersten Ausbildung mit reiner Theorie oft verloren gefühlt habe.
Gleichzeitig möchte ich ehrlich sein: Nicht jeder Mensch ist dafür gemacht, irgendwann zu lehren, und das darf man sich ehrlich eingestehen. Die Frage ist, ob ich eine Ausbildung nur anbiete, weil sich damit Geld verdienen lässt, oder ob ich wirklich dafür brenne und die Verantwortung übernehmen möchte, dieses Wissen weiterzugeben.
Sicher Mantras anleiten und die eigene Stimme entdecken
Aus dem Wunsch, meine beiden Welten stärker zu verbinden, ist mein Angebot Sing and Rise entstanden, eine Stimmweiterbildung speziell für bereits ausgebildete Yogalehrerinnen. Es gibt ein Einzelangebot, bei dem wir online zusammenarbeiten, an deiner Stimme und an den Mantras feilen, die du gerne mit deinen Schülerinnen singen möchtest, und es soll Wochenendweiterbildungen geben, mit denen ich am liebsten durch ganz Deutschland reise, um Yogalehrerinnen im Umgang mit ihrer Stimme zu schulen.
Denn beim Singen im Yoga tragen wir eine echte Verantwortung. Es ist heute ganz normal, zu Beginn einer Stunde zu singen, aber dabei passieren manchmal Dinge, die das Gegenteil von dem bewirken, was wir wollen. Wenn du mit einem komplexen Text startest, den niemand kennt und für den es keinen Textzettel gibt, stresst du die Menschen genau in dem Moment, in dem du eigentlich ihr Nervensystem beruhigen möchtest. Und wenn du selbst die Töne nicht sicher triffst, kann dir niemand folgen, weil unklar bleibt, wohin die Melodie überhaupt geht. Ich sage immer: Jeder kann singen, der sprechen kann. Aber es ist ein Unterschied, ob ich zu Hause unter der Dusche singe oder ob ich eine ganze Gruppe anleite.
Was ich allen Yogalehrerinnen ans Herz legen möchte, ist, sich um die eigene Stimme genauso zu kümmern wie um den restlichen Körper. Die Stimme ist der Ausdruck unserer Seele, und alles, was in uns an Emotionen lebt, wirkt sich auf sie aus. Viele Menschen kommen mit einem Thema zu mir und sagen, sie könnten nicht singen oder ihre Stimme klinge schlecht. Oft stammt das aus Sätzen wie Sei nicht so laut oder Wer will dich schon hören. Wenn wir über die Stimme arbeiten, verändert sich der ganze Mensch, weil wir selbstsicherer werden und uns eher trauen, unsere Wahrheit zu sprechen. Deine Stimme zu finden bedeutet deshalb immer auch, dich selbst zu finden. Ich singe mein ganzes Leben und bin gelernte Sängerin, und trotzdem habe ich in meiner aktuellen Fortbildung am Lichtenberger Institut Töne produziert, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich sie kann. Die Stimme ist ein Wunderwerk, und sie liebt es, benutzt zu werden, ganz besonders summend und singend.
Fazit: Gib deiner Stimme die Aufmerksamkeit, die sie verdient
Wenn du eine Sache aus diesem Gastartikel mitnimmst, dann diese: Deine Stimme im Yogaunterricht ist kein Nebenschauplatz, sondern dein zentrales Werkzeug. Sie transportiert deine Ansagen, deine Präsenz und deine Persönlichkeit, und sie lässt sich trainieren wie jeder andere Muskel. Du musst dafür keine ausgebildete Sängerin sein. Es reicht, neugierig zu werden, dich mit deiner Stimme zu beschäftigen und ihr Aufmerksamkeit zu schenken, statt sie als selbstverständlich hinzunehmen. Von der klaren Ansage über das bewusste Anpassen an den Raum bis zum sicheren Anleiten von Mantras entsteht daraus nicht nur ein besserer Unterricht, sondern auch ein Stück mehr Verbindung zu dir selbst.
Lerne deine Stimme mit Beatrix kennen
Wenn du gespürt hast, dass deine Stimme mehr Aufmerksamkeit verdient, würde ich mich freuen, dich auf diesem Weg zu begleiten. In meiner 200-Stunden-Yogalehrausbildung ist die Stimme ein durchgehender Schwerpunkt, ergänzt um Yin Yoga und eine Anatomie, die sofort in die Praxis geht. Und mit meiner Stimmweiterbildung Sing and Rise unterstütze ich bereits ausgebildete Yogalehrerinnen ganz gezielt dabei, ihre Stimme zu entwickeln und sicher Mantras anzuleiten, im Einzelunterricht online und in Wochenendweiterbildungen. Viele meiner Angebote sind überregional verfügbar, gerade wenn du ein Studio hast oder selbst ausbildest.
Du findest mich und alle Angebote über meine Website, meinen Newsletter und auf Instagram, wo du dir auch ein paar Reels mit meiner Stimme anschauen kannst. Die Links hat Antonia in den Shownotes zur Folge verlinkt. Vernetz dich gern mit mir, ich freue mich darauf.
Das vollständige Gespräch findest du in dieser Folge des Podcasts Yoga als Beruf mit Antonia Reinhard.
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Weitere InformationenFAQ
Warum ist die Stimme im Yogaunterricht so wichtig?
Weil deine Schülerinnen und Schüler in einem guten Unterricht kaum nach vorne schauen, sondern sich auf ihre eigene Praxis konzentrieren. Das, was bei ihnen ankommt, ist zu einem großen Teil deine Stimme und die Art, wie du anleitest. Deine Stimme trägt deine Ansagen, deine Präsenz und deine Persönlichkeit. Ob du zu leise, zu schnell oder in einer künstlichen Yogastimme sprichst, entscheidet mit darüber, ob sich Menschen sicher und gehalten fühlen. Genau deshalb ist die Stimme das oft unterschätzte, aber wichtigste Werkzeug im Unterricht.
Kann ich meine Stimme wirklich trainieren?
Ja, unbedingt. Die Stimme ist ein Muskel und hat Faszien, und genau wie jeden anderen Teil deines Körpers kannst du sie kräftigen, geschmeidiger machen und pflegen. Regelmäßige Zuwendung, gerade durch Summen und Singen, sorgt dafür, dass du weniger schnell heiser wirst, laut genug sprechen kannst und als angenehm wahrgenommen wirst. Du brauchst dafür keine Gesangsausbildung, sondern vor allem die Bereitschaft, dich mit deiner Stimme zu beschäftigen, statt sie als selbstverständlich vorauszusetzen.
Muss ich in meinem Yogaunterricht singen?
Nein, singen musst du nicht. Es ist völlig in Ordnung, wenn Singen nicht dein Weg ist. Wichtiger ist, dass du dich bewusst mit deiner Stimme auseinandersetzt und klar, authentisch und angenehm anleitest. Wenn du aber Lust bekommst, das Singen einzubauen, kannst du behutsam anfangen, zum Beispiel mit einem gesungenen Moment im Shavasana, und dich Schritt für Schritt herantasten. Es muss zu dir passen, denn nur dann wirkt es stimmig auf deine Schülerinnen und Schüler.
Worauf sollte ich beim Anleiten von Mantras achten?
Beginne nicht mit einem komplizierten Text, den niemand kennt und für den es keine Orientierung gibt, denn das stresst die Menschen genau dann, wenn du sie eigentlich beruhigen möchtest. Sorge dafür, dass die Melodie klar und nachvollziehbar ist, und triff die Töne sicher, damit die Gruppe dir überhaupt folgen kann. Halte die Texte am Anfang einfach und gib bei Bedarf Orientierung. Denk daran, dass du beim gemeinsamen Singen Verantwortung für die ganze Gruppe trägst, und das ist etwas anderes, als allein für dich zu singen.
Was bedeutet es, die eigene Stimme zu finden?
Für mich bedeutet es, sich ganz ohne Erwartungen mit der eigenen Stimme zu beschäftigen und herauszufinden, wie sie eigentlich klingt, wenn wir alle Konzepte und Techniken weglassen. Oft sprechen wir mit einer Stimme, die wir uns irgendwann angewöhnt oder abgeschaut haben, und die gar nicht ganz zu uns gehört. Wenn wir das erforschen, entdecken wir nicht nur neue Klänge, sondern auch uns selbst. Deshalb hängt die eigene Stimme zu finden für mich untrennbar damit zusammen, sich selbst zu finden und die eigene Wahrheit auszudrücken.
Für wen eignet sich eine Stimmweiterbildung wie Sing and Rise?
Sie richtet sich vor allem an bereits ausgebildete Yogalehrerinnen, die sicherer im Umgang mit ihrer Stimme werden möchten, etwa um sich das Anleiten von Mantras oder ein paar Ohm zu Beginn der Stunde zuzutrauen. Genauso offen ist sie aber für alle, die sich gern mit ihrer Stimme beschäftigen oder vielleicht einmal einen Singkreis anleiten möchten. Es geht darum, zu verstehen, wie die eigene Stimme funktioniert, Sicherheit zu gewinnen und die typischen Stolpersteine beim Singen in der Gruppe zu vermeiden.

