#236: Yoga Business Tipps: Faire Bezahlung, Fortbildungen & Studio eröffnen

Tipps für Yogalehrer:innen: faire Bezahlung, Fortbildungen, Studioaufbau und erfolgreiches Yoga Business.

Eure Fragen aus Instagram: meine ehrlichen Antworten rund ums Yoga-Business

In dieser Folge beantworte ich Fragen, die mir über Instagram gestellt wurden. Es sind sechs besonders spannende Fragen, die verschiedene Aspekte des Yoga-Business beleuchten – von fairer Bezahlung über Fortbildungen bis hin zur Frage, ob man ein eigenes Studio eröffnen sollte.

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1. Faire Bezahlung im Yogastudio: Was ist ein realistischer Stundensatz?

Viele Yogalehrer und Yogalehrerinnen fragen mich, was ein „gerechter“ Stundensatz ist. Ich erkläre immer, dass die Vergütung stark variiert. Üblich sind Honorare zwischen 30 und 50 Euro pro Stunde, manchmal auch zwischen 25 und 70 Euro. Entscheidend ist, dass man versteht, welche Kosten hinter diesen Zahlen stecken.

Wenn ein Studio ein Einzelticket verkauft, liegt der Preis meist bei 15 bis 20 Euro. Läuft die Buchung über Plattformen wie Wellpass oder Sportsclub, bekommt das Studio oft nur 10 Euro oder weniger. Von diesen Einnahmen müssen Miete, Raumpflege, GEMA, Yoga-Equipment, Teebeutel, Kerzen und Buchführung bezahlt werden – und dazu kommen noch Steuern und Sozialabgaben.

Mein Rat: Kalkuliert bewusst, berücksichtigt alle Kosten und verhandelt euer Honorar, wenn nötig. Bei einem Bruttobetrag von 30 Euro bleiben nach Abgaben etwa 15 Euro netto. Mir geht es nicht darum, über gut oder schlecht zu urteilen, sondern ein realistisches unternehmerisches Verständnis zu vermitteln.

2. Yoga Dance: Meine Perspektive – ohne moralische Bewertung

Ich gebe zu, dass ich Yoga Dance selbst nicht unterrichte und daher keine inhaltliche Bewertung abgeben kann. Mein Fokus liegt auf der Business-Seite: Einnahmen, Selbstständigkeit, Kalkulation. Inhaltlich entscheidet jede Lehrerin selbst, was sie unterrichtet. Ich sehe meine Rolle nicht darin, über Stilrichtungen moralisch zu urteilen.

3. Kulturelle Aneignung im Yoga: Zwischen Kritik und eigener Verantwortung

Diese Frage geht über das Business hinaus und berührt die ethische Dimension von Yoga im Westen. Ich habe mich in meiner Masterarbeit und in meiner Arbeit als Mentorin intensiv mit der Professionalisierung des Yoga beschäftigt und sehe die Ambivalenz: Einerseits profitiere ich wirtschaftlich von der wachsenden Yoga-Branche, andererseits kritisiere ich die kulturelle Aneignung.

Yoga in der westlichen Welt hat sich weit von seinen kulturellen Wurzeln entfernt und ist stark kommerzialisiert. Ich möchte niemanden moralisch bewerten, aber ich empfehle, sich der Herkunft bewusst zu sein, Respekt zu zeigen und informierte Entscheidungen zu treffen.

4. Die richtigen Fortbildungen wählen: Was dein Unterricht wirklich braucht

Ich rate, zunächst die eigene Unterrichtserfahrung zu reflektieren: Welche Kenntnisse fehlen, um qualitativ hochwertigen Unterricht zu geben? Anatomie, Hilfestellungen, Sequencing? Fortbildungen sollten gezielt die eigene Entwicklung fördern, nicht einfach Trends folgen oder aus Angst vor Verpassen gewählt werden.

Wichtig ist, bewusste Entscheidungen zu treffen und einen klar definierten Weg zu verfolgen. So entsteht ein Ausbildungsweg, der auf die eigenen Stärken und Ziele abgestimmt ist.

5. Ein nachhaltiges Yoga-Business aufbauen: Struktur statt Trends

Erfolgreiche Selbstständigkeit erfordert mehr als Unterricht. Sie verlangt strategische Planung, Kalkulation, Positionierung und kontinuierliche Weiterbildung. Kurzfristige Trends bringen vielleicht Einnahmen – ein nachhaltiges Business entsteht jedoch auf klaren Strukturen und fundierter Planung.

Zu einer stabilen Yoga-Selbstständigkeit gehören für mich:

  • Kostenkalkulation: Einnahmen realistisch einschätzen und alle Ausgaben berücksichtigen.
  • Marktpositionierung: Die eigene Zielgruppe kennen und Angebote passend gestalten.
  • Persönliche Weiterentwicklung: Unterricht und Business kontinuierlich verbessern.
  • Brand-Aufbau: Ein eigenes Profil entwickeln, statt Trends nachzulaufen.

 

Ich ermutige alle, Geduld zu haben und die eigene Vision langfristig zu verfolgen.

6. Eigenes Yogastudio eröffnen: Chancen, Risiken und sinnvolle Alternativen

Ein eigenes Studio kann Unabhängigkeit bringen, bedeutet aber auch höhere Fixkosten, Verantwortung und organisatorischen Aufwand. Ich nenne immer Alternativen: Kooperationen mit bestehenden Studios, Online-Angebote oder hybride Modelle.

Die Entscheidung sollte von der eigenen Motivation, finanziellen Situation und den langfristigen Zielen abhängen. Wer ein Studio eröffnet, muss bereit sein, unternehmerisch zu denken, Marketing zu betreiben und rechtliche Rahmenbedingungen zu erfüllen. Für viele Lehrende ist eine Kooperation oder ein Online-Angebot die bessere Einstiegsmöglichkeit, bevor ein eigenes Studio übernommen oder eröffnet wird.

Fazit: Erfolg im Yoga-Business entsteht durch Klarheit, Strategie und Reflexion

Für mich bedeutet ein erfolgreiches Yoga-Business Balance zwischen wirtschaftlicher Professionalität und persönlicher Integrität. Die Antworten zeigen: Gute Planung, kalkuliertes Vorgehen, reflektierte Entscheidungen und kontinuierliche Fortbildung sind essenziell.

Ob es um Honorarverhandlungen, Stilrichtungen, kulturelle Fragen, Fortbildungen oder Studioeröffnungen geht – Klarheit über die eigenen Ziele und Ressourcen ist entscheidend.

Yoga Business ist für mich mehr als nur das Unterrichten von Klassen. Es geht um unternehmerisches Denken, ein Bewusstsein für wirtschaftliche und kulturelle Zusammenhänge und die Fähigkeit, Entscheidungen selbstbewusst und informiert zu treffen. Ich möchte Orientierung und Inspiration bieten für Yogalehrer:innen, die ihr Business nachhaltig und erfolgreich gestalten wollen.

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Ich wünsche dir viel Spaß beim Anhören der Folge,

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